BAUGRUPPEN & GEMEINSCHAFTEN

Gemeinschaftliche Wohnprojekte entwickeln — von der ersten Idee bis zum bewohnten Ort

Viele gemeinschaftliche Wohnprojekte beginnen nicht mit einem Bauproblem, sondern mit einer komplexen Entwicklungsaufgabe. Meist beginnen sie mit einem Wunsch. Mit einer Idee. Mit dem Gefühl, dass Wohnen auch anders gehen könnte — gemeinsamer, nachhaltiger, verbindlicher, lebendiger. Ich begleite diesen Weg von der ersten sozial-räumlichen Klärung bis zur baulichen Realisierung — als Architekt, Projektentwickler und Prozessbegleiter, auf Wunsch durchgängig von der Gruppenfindung bis zum Einzug.
BAUGRUPPEN & GEMEINSCHAFTEN

Drei mögliche Ausgangssituationen

Egal, wo Ihr gerade steht: Findungsphase, organisierte Gruppe oder laufendes Projekt – wir steigen dort ein, wo ihr seid, und entwickeln gemeinsam den nächsten sinnvollen Schritt.


Ihr sucht Orientierung

Ihr sprecht über gemeinschaftliches Wohnen — habt erste Bilder im Kopf, aber noch keine klare Struktur. Vielleicht habt ihr auch schon einen Ort im Blick. Trotzdem beginnt ein gutes Projekt nicht mit Grundrissen oder Rechtsformen, sondern mit den Menschen, ihren Werten und ihren Vorstellungen von Gemeinschaft.

Mit Phase10+ und dem ClusterKompass schaffen wir gemeinsam einen Prozess, in dem genau das sichtbar wird — bevor Planung auf ungeklärten Grundlagen aufbaut.

Was entsteht: Gemeinsames Werteprofil · Klärung von Erwartungen und Spannungen · räumliche Leitqualitäten als Planungsgrundlage

Einstieg: Phase10+ — Resonanz vor dem Entwurf


Ihr wollt euer Projekt jetzt konkret entwickeln

Die Gruppe steht. Ihr habt eine gemeinsame Richtung, einen Ort, erste Entscheidungen. Jetzt sucht ihr keinen Moderator mehr — sondern einen Architekten, der euren Prozess versteht und daraus tragfähige Räume entwickelt.

Einen, der Low-Tech und Einfach Bauen nicht als Kompromiss versteht, sondern als Qualität. Der Barrierefreiheit, Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit von Beginn an mitdenkt — und Planung, Genehmigung und Bauleitung (HOAI LP 1–9) aus einer Hand anbietet.

Was entsteht: Sozial-räumliches Lastenheft · Entwurf, Genehmigung & Realisierung · durchgängige Begleitung von der Idee bis zum Einzug

Einstieg: Erstgespräch & Projekteinordnung


Ihr seid bereits mitten im Prozess - und braucht einen zweiten Blick

Eure Planung läuft. Vieles ist bereits entschieden. Und trotzdem tauchen Fragen auf: zu natürlichen Materialien, gesundem Raumklima, Low-Tech-Lösungen, Eigenleistungsanteilen oder zirkulären Konstruktionsprinzipien.

Hier kommt mein BioAktivHaus-Ansatz ins Spiel: Wie bauen wir einfach, robust, wohngesund und kreislauffähig — ohne unnötige Technik, mit Materialien, die auch in zwanzig Jahren noch Sinn ergeben? Ich unterstütze bestehende Gruppen und Planungsteams als Fachberater, Co-Planer oder projektbegleitender Architekt — gezielt dort, wo mehr Tiefe gefragt ist.

Was entsteht: Materialberatung · Low-Tech-Optimierung · bauphysikalische Nachschärfung · Co-Planung

Einstieg: Fachberatung & Projektbegleitung nach Absprache


Die Einstiegspunkte können unterschiedlich sein. Der Entwicklungsweg dahinter folgt meist denselben grundlegenden Fragen.


Die eigentliche Herausforderung

Viele erfolgreiche gemeinschaftliche Wohnprojekte beginnen nicht mit einem Bauproblem. Sondern mit einer komplexen Entwicklungsaufgabe — einer, bei der am Anfang noch nicht klar ist, was die eigentliche Aufgabe überhaupt ist.

Wer sind wir als Gruppe?
Wie wollen wir leben?
Was teilen wir, was bleibt privat?
Welche Verantwortung wollen wir gemeinsam tragen?
Und welche räumlichen Konsequenzen folgen daraus?

Viele Gruppen steigen an dieser Stelle bereits in klassische Planungsfragen ein: Grundstück, Rechtsform, Finanzierung, Raumprogramm. Das sind wichtige Fragen — aber oft kommen sie zu früh. Wer eine offene Anfangsphase zu schnell mit fertigen Routinelösungen bearbeitet, baut auf ungeklärten Grundlagen. Viele Konflikte entstehen genau hier — nicht später.

Unterschiedliche Erwartungen, Bedürfnisse und Zukunftsbilder sind dabei kein Problem. Sie sind wertvolles Planungsmaterial — wenn man sie sichtbar macht, bevor Architektur beginnt.


Phase10+ — Gemeinschaft vor dem Entwurf

Genau hier setzt mein Ansatz Phase10+ an: eine vorgelagerte Resonanz- und Entwicklungsphase, noch vor klassischer Planung (Leistungsphase 0 bis 10), noch vor Machbarkeit, noch vor Entwurf.

Phase10+ schafft einen Raum, in dem Gruppen ihre Motive, Werte, Erwartungen, Spannungen und Zukunftsbilder sichtbar machen können. Mit Werkzeugen wie dem ClusterKompass und dem sozial-räumlichen Lastenheft entsteht daraus eine tragfähige Grundlage für alle weiteren Schritte.

Dabei geht es um Fragen wie:

- Wie viel Nähe und Gemeinschaft wünschen wir uns — wie viel Rückzug brauchen wir?
- Welche Werte tragen uns?
- Wie wollen wir Entscheidungen treffen?
- Welche Form von Eigentum oder Nutzung passt wirklich zu uns?
- Welche Räume brauchen wir tatsächlich?


 

gemeinsam planen - modular & flexile

Meine Angebote

Meine Begleitung — vier Phasen, ein durchgängiger Prozess

1. Orientierung & Gruppenfindung

Wenn ihr noch am Anfang steht.

Ich begleite Gruppen dabei, Klarheit zu schaffen, bevor sie sich festlegen. Das ist der Moment, in dem die wichtigsten Grundlagen für alles Folgende gelegt werden.

Leistungen: Phase10+ Prozesse · Werteklärung · Resonanzräume · ClusterKompass · soziale Zielfindung · Gemeinschaftsprofile · Spannungsanalyse · Leitbildentwicklung

2. Gemeinschaftsbildung & Entscheidungsfähigkeit

Wenn die Gruppe wächst und verbindlicher wird.

Gute Entscheidungen brauchen klare Strukturen. Ich begleite Gruppen dabei, tragfähige Rollen, Prozesse und Verantwortungsmodelle zu entwickeln — bevor der Druck des Projekts sie erzwingt.

Leistungen: Rollenklärung · Entscheidungsstrukturen · Konsentprozesse · soziokratische Grundlogiken · Konfliktklärung · Verantwortungsmodelle · Mitgliederaufnahme

3. Sozial-räumliche Übersetzung

Wenn aus Gemeinschaft Raum werden soll.

Räume entstehen nicht zuerst aus Grundrissen, sondern aus Beziehungen und Alltagslogiken. Ich helfe dabei, das soziale Profil einer Gruppe in ein räumliches Programm zu übersetzen — bevor Architektur beginnt. Barrierefreies und alltagstaugliches Planen für alle Lebensphasen ist dabei selbstverständlich mitgedacht, nicht nachgerüstet.

Leistungen: Raumlogik · Privat/Gemeinschaft-Balance · Raumprofile · gemeinschaftliche Infrastruktur · Alltagslogiken · Nutzungsmodelle · sozial-räumliches Lastenheft

4. Von Phase10+ bis Phase 10: klassische Projektentwicklung & Architektur

Ich begleite auf Wunsch nicht nur die frühe Entwicklungsphase, sondern auch den gesamten weiteren Weg. Das ist der entscheidende Vorteil eines durchgängigen Prozesses: Ihr müsst nicht für jede Phase neu suchen, erklären, übergeben.

Von der Standortsuche, Machbarkeitsprüfung und Vorplanung über Entwurf, Baugenehmigung und Ausführungsplanung bis hin zu Bauleitung, Realisierung und Aneignung im Alltag — alle Leistungsphasen (HOAI LP 0 bis 10) aus einer Hand, aufgebaut auf der sozialen Grundlage, die wir gemeinsam erarbeitet haben.

Je nach Projekt kann dieser Weg auch Formen von Inclusive Build Engineering einbeziehen: Eigenleistung, gemeinschaftliche Bauphasen, einfache und verständliche Konstruktionen sowie die bewusste Beteiligung der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner am realen Entstehungsprozess.

So entsteht ein durchgängiger Prozess: von der ersten Idee bis zum bewohnten Ort.


Förderfähigkeit mitdenken

Auch gemeinschaftliche Wohnprojekte können von Förderprogrammen profitieren — oft mehr als gedacht. Je früher Förderlogiken in die Entwicklung integriert werden, desto mehr Spielraum entsteht.

Relevante Kontexte können sein:

  • Wohnraumförderung (Mietwohnungsbau, Genossenschaftsförderung)
  • KfW-Förderprogramme (Effizienzhaus, Klimaschutz, Barrierefreiheit)
  • „Gut beraten!" — Förderung von Beratungsleistungen bei Bürgerbeteiligungsprojekten (Allianz für Beteiligung)
  • QNG – Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude
  • Kommunale Konzeptvergaben und Erbbaurecht-Modelle
  • LEADER und regionale Entwicklungsprogramme (bei ländlichen Projekten)

Ich arbeite eigenständig, aber nicht isoliert.

Über die Jahre ist ein belastbares Netzwerk aus Fachplaner:innen, Handwerker:innen, Berater:innen und Prozessbegleiter:innen gewachsen. Je nach Projekt binde ich gezielt die Partner ein, die fachlich und menschlich passen. So entstehen tragfähige Lösungen aus mehreren Perspektiven — ohne früh in starre Strukturen zu gehen.
Dazu gehören unter anderem:

Ländliche Entwicklung, Quartiere und Dritte Orte

Gemeinschaftliches Wohnen und neue Wohnformen


Nachhaltiges Bauen und Bauwende

  • [FASBA e.V.] — Fachverband Strohballenbau Deutschland, Gründungsmitglied.
  • [Dachverband Lehm e.V.] — Bundesverband zur Förderung des Lehmbaus und fachlicher Austausch zu Lehmbau-Techniken.
  • [ProHolz] — Förderung der Holzverwendung in Baden-Württemberg
  • [Bauwende-Allianz] — Netzwerk für die sozial-ökologische Transformation des Bauens.
  • [DGNB]] — Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen.
  • [QNG – Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude] — Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen und Förderlogik im Gebäudekontext.

Soziale Innovation und Baukultur


Schritt für Schritt — ohne Verpflichtung

Nicht jedes Projekt braucht sofort den großen Rahmen. Oft ist es sinnvoll, klein anzufangen: ein erstes Gespräch, ein Workshop, eine Werteklärung, ein gemeinsamer Resonanzraum. Manchmal reicht schon ein einzelner Schritt, um zu erkennen, was als nächstes wirklich dran ist.

Und manchmal wird daraus ein längerer gemeinsamer Weg — von der ersten Idee bis zum Einzug. Beides ist möglich. Ohne Druck, ohne vorschnelle Festlegung. Aber mit Klarheit darüber, was gerade wirklich gebraucht wird.

Jede Leistung – von der partizipativen Resonanzphase bis zur Bauausführung – ist einzeln buchbar, ohne dass ein Gesamtauftrag erforderlich ist.


Haltung

Räume entstehen nicht zuerst aus Grundrissen. Sondern aus Beziehungen, Bedürfnissen und gemeinsamer Verantwortung.

Ich verstehe gemeinschaftliches Wohnen nicht nur als bauliche Aufgabe, sondern als soziale und räumliche Entwicklungsaufgabe. Nachhaltigkeit beginnt nicht erst beim Material — sondern bei der Frage: Was brauchen wir wirklich? Wie wollen wir zusammenleben? Und wie können Räume entstehen, die langfristig tragfähig, anpassungsfähig und lebendig bleiben?

Ich arbeite mit dem Vertrauen, dass gute Architektur nicht nur gebaut, sondern gemeinsam entwickelt wird.


Ausblick: Einfach bauen in Gemeinschaft

Gemeinschaftliches Wohnen endet nicht mit dem Entwurf. Auch der Bauprozess selbst kann Teil des gemeinschaftlichen Lernens und Aneignens werden.

Wo Konstruktionen verständlich, Materialien gesund und Systeme robust sind, entstehen oft neue Möglichkeiten: Eigenleistung, gemeinsame Bauphasen und eine stärkere Identifikation mit dem Ort.

Das ist, was ich unter Inclusive Build Engineering verstehe:
Bauen nicht nur für Menschen, sondern - wo sinnvoll - auch mit ihnen.
Die konsequenteste bauliche Verlängerung von:
Bewusst planen › Einfach. Bauen.


Ihr möchtet gemeinschaftlich wohnen — und herausfinden, wie das für euch konkret aussehen kann?

Lasst uns ins Gespräch kommen.