Freier Architekt - Schwarzwald & überregional
Architektur zwischen Material, Mensch und Klima
Mein Weg
Wie mein Weg mich geprägt hat
Aufgewachsen im Schwarzwald, begleitete mich das Bauen mit natürlichen Materialien schon früh – zunächst spielerisch in Form kleiner Strohballen-Hütten im landwirtschaftlichen Umfeld meiner Großeltern.
Viele Jahre später, auf Reisen durch Südamerika und während meines Architekturstudiums, wurde daraus eine bewusste architektonische Fragestellung:
Wie lassen sich Gebäude entwickeln, die mit Klima, Material und Nutzung arbeiten – statt mit immer größerer technischer Komplexität?
Vor dem Studium absolvierte ich eine Ausbildung zum Bauzeichner und arbeitete mehrere Jahre in Planung und Ausführung.
Dazu gehörte unter anderem die Bestandsaufnahme historischer Schwarzwaldhöfe im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof (Gutach - Schwarzwald) und Umnutzungskonzepte für Objekte mit Denkmal-Status.
Diese frühe Auseinandersetzung mit regionaler Baukultur, Materiallogik und langlebigen Konstruktionen prägt mein Denken bis heute.
form follows climate
Nach mehreren Jahren Berufspraxis in unterschiedlichen Planungsbüros begab ich mich 2000 auf Studienreise durch Peru und Bolivien.
Dort begegneten mir traditionelle Lehmarchitektur und regional angepasste Bauweisen, die mit Klima, Material und lokalen Ressourcen arbeiteten – statt gegen sie.
In einem Permakulturzentrum an der Küste Nordperus stieß ich erstmals auf den modernen Strohballenbau und frühe amerikanische Fachliteratur dazu.
Beides hat meinen weiteren Weg nachhaltig geprägt.
Während des Architekturstudiums in Karlsruhe verlagerte sich mein Fokus zunehmend auf ökologische Bautechnologie, natürliche Baustoffe und robuste Low-Tech-Konzepte.
Zu einer Zeit, als Stroh-, Lehm- und Hanfbau im deutschsprachigen Raum noch kaum Teil der etablierten Architekturdebatte waren,
begann ich gemeinsam mit anderen Pionieren, diese Bauweisen praktisch weiterzuentwickeln – auf Baustellen, in Workshops und im internationalen Austausch.
Ein prägender Abschnitt war mein Aufenthalt an der UFRGS Porto Alegre in Brasilien mit Schwerpunkten in Stadtplanung, Anthropologie und nachhaltigem Bauen.
Dort entstand gemeinsam mit indigenen Mbya-Guaraní, Anthropologen und Architekten das Kulturzentrum Casa Tatu – ein partizipatives Bauprojekt, das mein Verständnis von Architektur als gemeinschaftlichem Prozess wesentlich erweitert hat.
Weitere Erfahrungen sammelte ich in Spanien, unter anderem bei Projekten zur Revitalisierung verlassener Bergdörfer in den Pyrenäen.
Die Verbindung aus regionalem Naturstein, Lehm- und Kalkputzen, passiven Solarstrategien und behutsamer Bestandstransformation prägte meinen Blick auf klimaangepasste und langlebige Architektur zusätzlich.
Parallel zur praktischen Arbeit beschäftigte ich mich am KIT Karlsruhe mit der Frage, wie nachhaltige Innovationen im Bauwesen entstehen und sich verbreiten – in Netzwerken, durch Kooperation und interdisziplinären Wissensaustausch.
Diese Erfahrung prägt meine heutige Haltung:
Zukunftsfähiges Bauen entsteht selten aus Einzelkompetenzen, sondern durch Zusammenarbeit zwischen Planung, Handwerk, Forschung und Nutzung.
Seit über 20 Jahren begleite ich Projekte an der Schnittstelle von Architektur, Baupraxis, Prozessbegleitung und Wissensvermittlung – von Wohnhäusern und Waldkindergärten bis zu gemeinschaftlichen Bauprojekten und Forschungsansätzen rund um Low-Tech-Architektur und kreislauffähige Materialien.
Meilensteine
Praxis & Projekte
Seit 2003 freiberufliche Tätigkeit: Architektur, Planung & Baubegleitung
Naturbaustoffe
Seit 25 Jahren Arbeit mit Holz, Lehm, Stroh und kreislauffähigen Konstruktionen
Netzwerk & Verband
Gründungsmitglied FASBA e.V. · internationale Projekte und Kooperationen in Brasilien, Spanien und der Schweiz
Vermittlung & Bildung
Seminare, Workshops und Vorträge seit 2005
Forschung
Feldforschung zu Kompetenznetzwerken und Low-Tech-Innovation am KIT Karlsruhe
Kammer
Eingetragener Architekt AKBW seit 2025 · Mitgliedsnummer 132363
Praxis & Zusammenarbeit
Wie ich heute arbeite
Ich arbeite eigenständig – aber nicht isoliert. Über die Jahre ist ein Netzwerk aus Fachplanern, Handwerkern, Energieberatern, Moderatoren und Naturbauspezialisten entstanden, das ich je nach Projekt gezielt einbinde.
Die Zusammenarbeit kann modular erfolgen:
Modular
Von einzelnen Beratungsphasen bis zur langfristigen Projektbegleitung – als Architekt, Fachberater oder Teil interdisziplinärer Planungsteams. Der Einstieg ist jederzeit möglich.
Überregional
Mit Büro im Schwarzwald, aber Projekterfahrung in der Schweiz, Spanien und Brasilien. Viele Planungs- und Beratungsprozesse begleite ich überregional und digital.
Transparent
Keine Pauschalhonorare im Dunkeln. Klare Leistungen, klare Schritte – nach jeder Phase entscheiden Sie frei weiter.
Haltung
Was mich antreibt
Mich interessieren Bauweisen,
die aus Klima, Material und Ort heraus entstehen –
nicht aus maximaler technischer Kontrolle.
Meine Arbeit besteht oft im Übersetzen:
zwischen Bauherr:innen und Fachplanern,
zwischen Forschungsstand und Baustellenrealität,
zwischen gemeinschaftlichen Prozessen und konstruktiven Anforderungen.
Diese Fähigkeit ist nicht theoretisch entstanden,
sondern aus jahrzehntelanger Praxis in Planung,
Baustelle, Forschung, Bildung und Netzwerkarbeit.
Ich begleite Projekte in unterschiedlichen Rollen –
als Architekt, Fachberater, Prozessbegleiter
oder als Teil interdisziplinärer Planungsteams.
Wenn Sie an einem Projekt arbeiten,
das robuste, kreislauffähige und langfristig tragfähige Lösungen sucht,
freue ich mich über ein Gespräch.