Waldkindergarten Zell am Harmersbach - Das Tiny-Doppelhaus

Waldkindergarten Zell am Harmersbach - Das Tiny-Doppelhaus

Die Ausgangslage: Zwei Erzieherinnen auf der Suche nach dem perfekten Platz für einen neuen Waldkindergarten. Mit der Gemeindeverwaltung in Zell am Harmersbach und AWO Arbeiterwohlfahrt als Betreiber waren schon bald 2 kompetente Partner gefunden. 
Dann braucht es noch: Eine Baugenehmigung im Außenbereich
Zwei Gruppenräume, einen Ruheraum, eine Kochnische und eine Trockentoilette.
In einem Gebäude, das zum Wald gehört – nicht zu einer Gewerbeeinheit.

Die Lösung: Die beiden Gruppenräume mit "reziprokem" Mandaladach über einem neuneckigen Grundriss. Beim statischen Tragwerkskonzept stützt ein Balken den nächsten bis der Kreis sich schließt - Ein Sinnbild für Gemeinschaft & Solidarität und eine materialsparende Lösung für Stützenfreie Räume. Die Teeküche als verbindendes Element und Schaltraum, mit Schiebe-Elementen durchgängig zu den Räumen öffenbar. Der Ruheraum mit Wickelplatz geschützt an der Rückseite des Gebäudes - zum Waldrand ausgerichtet. Wände in Holzbohlen-Ständerbau mit Strohballen-Ausfachung. 
Der vorgefertigte Bausatz, nach meinem individuellen CAD-Modell in einer modernen Abbundanlage produziert, vor Ort aufgerichtet in enger Abstimmung mit der Zimmerei und dem Team des Kindergartens. Das begünte Grasdach "heilt" den Flächenverbrauch und ändert seine Blüten- und Samenpracht im Laufe des Jahreskreises.
Ein Ort, der Kinder empfängt – nicht verwaltet.

Was ich gelernt habe: In enger kooperativer Abstimmung mit Forstverwaltung, Baurechtsbehörde und den zuständigen Fachbehörden werden gemeinsam gute Lösungen entwickelt und beispielhafte Projekte ermöglicht.

Bildergalerie im Anhang: